Einschlaf-CD für traumatisierte Flüchtlinge

SA-TIERE. Vertraute Geräusche lassen einen Menschen schneller, besser und einfacher einschlafen. Dies fanden Wissenschaftler der Uni Hannebüchen aus dem Landkreis Ob heraus. Diese wissenschaftlich fundierten Fakten werden nun bei der psychologischen Betreuung von Flüchtlingen, speziell aus Kriegsgebieten, angewandt. Auch Kriegsalltag kann eine Lösung sein.

Masters of the Universe & Bibi  Blocksberg

„Für manche lag in der Kindheit viel Trost in der Tatsache, dass auf alten Hörspielkassetten He-Man und die Masters of the Universe, Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg über ihren Schlaf, vor allem über die Einschlafzeit, wachten. Diese vertrauten Klänge schenkten Vertrauen und beruhigten uns“, erklärt der Hannebücherne Uni-Dozent und Leiter der Studie Richard Orko.

Eigentlich wollte Orko seine Ergebnisse an Hörspielverlage für viel Geld verkaufen, nun werden seine Forschungsergebnisse von seinen Kollegen an der psychologischen Fakultät dazu benutzt, traumatisierte Kriegsflüchtlinge zu behandeln.

Norbert Hofer hilft Flüchtlingen wo er nur kann

„Diese Menschen mussten jahrelang lernen, wie man in einer gefährlichen und kriegerischen Umgebung überlebt, ehe sie das Glück hatte, diesen Alpträumen entkommen zu können“, erklärt der FPÖ-Ausländerbeauftragte Norbert Hofer. „Daher freuen wir uns sehr, dass die Uni Hannebüchen mit uns eine Kooperation eingegangen ist, um den Flüchtlingen den Alltag, besser gesagt, die Allnacht, erträglicher zu machen.“

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Bomben und AK47-Sturmgewehre

Auf speziell produzierten CDs finden die Flüchtlinge vertraute Klänge. „Wir reisten speziell nach Russland und nahmen dort die Schüsse eines AK47-Sturmgewehres auf. Das US-Militär war auch sehr hilfreich, durften wir doch die Bombenabwürfe auf ihrem Detonationstestgelände in Alamo aufzeichnen. Wir haben alle Soundfiles auf eine CD gepresst und sie jedem Flüchtling ausgehändigt. Seither hat sich das Einschlafverhalten deutlich gebessert“, so Norbert Hofer.

Kriegsalltag ist oft die Lösung

„Wir mussten lange recherchieren, bis wir die richtigen Sounds gefunden haben. Nicht jede Bombe macht ein vertrautes Geräusch, nicht jede Schuss klingt wie die Waffe, die bei den meisten Angriffen verwendet wurden. Auch hier gilt der Dank wieder den Amerikanern und Russen. Ohne sie wären Krieg, Schusswaffen, Bomben und Grausamkeiten nicht so vertraut für uns, dass wir damit die Menschen hier beruhigen können“, schließt Hofer.

Foto: pixabay.com (CC)

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