Gut Aiderbichl eröffnet Bio-Metzgerei

SA-TIERE. Das Gut Aiderbichl im österreichischen Bundesland Salzburg ist weltweit bekannt als Gnadenhof für verbrauchte Prominente und Tiere. Bisher war der Gnadenhof von Spenden und von Zuwendungen durch das Land und den Bund abhängig. Durch einen neuen Geschäftszweig soll sich die Abhängigkeit nun lösen. Gut Aiderbichl eröffnet die erste Bio-Metzgerei eines österreichischen Gnadenhofs.

„Endlich keine Promis mehr“

Seit gut 15 Jahren werden auf dem Gutshof Aiderbichl alte Tiere, die für ihre Besitzer zur Last wurden oder einfach nicht mehr rentabel waren, aufgenommen und gepflegt. „Seit damals sind wir von staatlicher Hilfe und den Spenden der Prominenten abhängig, weshalb wir uns mit Politikern und C- bis D-Promis abgeben müssen. Das wird nun aber endgültig anders werden“, freut sich Dieter Ehrengruber, Leiter des Gut Aiderbichl.

Eröffnung der Bio-Metzgerei Aiderbichl mit neuem Motto

Endlich müsse man nicht mehr über schlechte Witze lachen, müsse nicht mehr die Tiere durch Küsschen und Kamerateam erniedrigen, so Ehrengruber. Der Grund dafür ist eine neue Geschäftsidee, die das Gut finanziell unabhängig macht. „Wir eröffnen mit kommendem Montag die erste Bio-Metzgerei eines Gnadenhofes in Österreich. Unser Slogan lautet ‚Jede Gnade hat ein Ende – unsere endet mit 1A-Bio-Geschmack‘. Ist doch gut, oder?“, fragt Ehrengruber, nicht ohne geschäftsmännischen Stolzes.

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Idee bei „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“

Auf die Idee sei er durch die Promis gekommen. Auf einer der unzähligen zähen Weihnachtsfeiern auf Gut Aiderbichl seien nach einer hart gezechten Stunde die Häppchen ausgegangen. „Da kam einer der Gäste sturzbetrunken zu mir und sagte, dass unsere Tiere so gesund und lecker aussehen würden. Dabei zwinkerte er. Ich war verärgert, erkannte aber kurze Zeit später die Genialität der Idee. So wurde die Bio-Metzgerei Gut Aiderbichl aus der Taufe gehoben“, erklärt Ehrengruber.

Seither könne man auf Gut Aiderbichl wieder viel mehr Tiere aufnehmen. „Wir haben nun keine Platzprobleme mehr“, freut sich Ehrengruber.

Vielfalt der Produkte

„Von Lama-Nasen-Roulade über Ziegenhorn-Suppe bis hin Pferde-Fohlen-Füße gibt es bei uns alles, was man von Tieren auf Bio-Art gewinnen kann. Für die nahe Zukunft planen wir auch die Errichtung eines großen Beckens, wo wir dann auch Delphine und Haie aufnehmen können. Da machen wir dann den ansässigen Fischhändlern Konkurrenz. Auch wenn Delphine was anderes sind, aber das juckt ja niemanden, solange unser eigenes Biosiegel drauf ist“, lacht Ehrengruber.

Foto: Pixabay.com (CC)

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