Lehrer wie Herr Müller aus dem bayerischen München werden in Zukunft nur noch Kinder reicher Eltern unterrichten müssen. Somit können sie sich voll und ganz auf diese konzentrieren.

Nicht zu wenig Lehrer – in Deutschland 300.000 Schüler zu viel

SA-TIERE. Bei einem Interview mit der deutschen Bild-Zeitung warnt der Philologenverband Deutschland vor einem Ungleichgewicht zwischen der Anzahl der Lehrer und der Anzahl der Schüler – vor allem in Gymnasien, Hauptschulen und Berufsschulen. Experten raten nun dazu, die Zahl der Schüler zu reduzieren, denn „das ist günstiger, als neue Lehrer auszubilden oder gar deren Gehalt zu zahlen“, so ein Experte.

Lehrer sind sehr, sehr teuer

Noch vor wenigen Wochen hieß es von Seiten der Experten und auch in den Medien, in Deutschland, was übrigens auch für Österreich gilt, gäbe es rund 30.000 Lehrer zu wenig. Nun hat ein Umdenken stattgefunden – vor allem in finanzieller Hinsicht. „Wissen sie überhaupt, was eine Lehrerstelle kostet? Im Durchschnitt verdient ein Lehrer pro Monat zwischen 2.500 und 3.000 Euro netto. Jetzt rechnen sie das mal mal 30.000. Das kann sich kein noch so reicher Staat leisten“, meint der Bildungssprecher der Bundesregierung Rüdiger Vollstempen.

Qualitätsstandards halten durch weniger Schüler

Um die Qualität der Lehre des Bildungsstandortes Deutschland allerdings aufrecht zu erhalten, denn „eine hohe Bildung ist für unseren Wirtschaftsstandort wesentlich“, so Vollstempen, müsse man den anderen Weg gehen. „Wir stocken nicht bei den Lehrern auf, wir reduzieren die Anzahl der Schüler“, erklärt der Bildungssprecher. Es gäbe ohnehin viele Eltern, die ihre Kinder lieber zu Hause unterrichten würden. Und warum solle man bildungsferne Schichten aus ihrem natürlichen Umfeld reißen, das sei doch inhuman.

Die Lösung heißt Schulgebühren

Erreicht soll dieser Bildungsschnitt dadurch werden, dass eine Schulausbildung, beginnend bereits in mit der Volksschule, mit Kosten verbunden sein wird. „Pro Kind in einer Grundschule und Semester werden Eltern zukünftig 3.000 Euro bezahlen. Dies sichert nicht nur eine geringere Schülerzahl, auf die sich die vorhandenen Lehrer besser konzentrieren können, sondern auch eine solide Grundfinanzierung des heimischen Bildungssystems ab“, meint Vollstempen.

eLearning für arme Kinder

Aber man wolle ja auch die Kinder der armen und dummen Eltern nicht vollkommen von Bildung fernhalten. Mittels eLearing, also dem Lernen über das Internet, kann ein speziell dafür ausgebildeter Lehrer hunderttausende von Schülern unterrichten. Zur Finanzierung des eLearning werde man mit Sponsoren zusammenarbeiten. „So werden in Zukunft beispielsweise Textaufgaben in der Mathematik mit Coca-Cola-Dosen ausgestattet werden. Die teuren Schulbücher werden 1:1 auf Google Books einzusehen sein, und wir sind stolz darauf sagen zu können, dass dort nur auf jeder zweiten Seite personalisierte Werbung erscheinen wird“, freut sich der Bildungssprecher.

Foto: pixabay.com

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