ORF – Statt Seitenblicke jeden Tag die Pi-Show

SA-TIERE. Dass der ORF sich in Zukunft mehr auf seinen Bildungsauftrag besinnen möchte, deutete sich bereits mit der Aufgabe der Fußball- und Ski-Berichterstattung an. Man wolle zwar an der Formel 1-Berichterstattung festhalten, aber man gleiche dies, so ORF-Chef Wrabetz, mit einem neuen, so noch nie dagewesenen TV-Bildungsformat aus – der Pi-Show.

„Exzellenz statt Prominenz“, sagt Pierre Bourdieu

Vielfach wurde der ORF in der Vergangenheit dafür kritisiert, an den Wochenenden zu oft Skifahren, Fußball oder Formel 1 gesendet zu haben, anstatt diese gute Programmzeit sinnvoll zu füllen. „An den Wochenenden werden wir das zwar auch weiterhin tun, aber wir werden die Prominentenklatschsendung ‚Seitenblicke‘ durch Bildungsfernsehen ersetzen“, erklärt Alexander Wrabetz, Chef des ORF.

Was ist Pi

Die Pi-Show bezieht sich auf jene Zahl in der Mathematik, die das Verhältnis zwischen dem Umfang eines Kreises zu seinem Durchmesser benennt. Allgemein bekannt ist, dass Pi mit 3,14 in den Medien Erwähnung findet. „In der Analysis ist es zweckmäßiger, zunächst den Kosinus über seine Taylorreihe zu definieren und dann die Kreiszahl als das Doppelte der kleinsten positiven Nullstelle des Kosinus (nach Edmund Landau) festzulegen“, so beschreibt es Wikipedia.

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Miriam Weichselbraun moderiert die Show

Der ORF-Allzweckreifen (erneuert, aus Gummi) Miriam Weichselbraun wird durch die Sendung führen. Dabei wird sie, beginnend mit der ersten Sendung, innerhalb von 10 Minuten so viele Stellen von Pi vorlesen, wie möglich. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaften werden auch Gastmoderatoren wie Phil Collins oder der verstorbene Graham Chapman von der Komikertruppe Monty Python die mehr als 1 Million Stellen nach dem Komma und die eine drei vor dem Komma vorlesen.

Als besonderes Highlight wird es alle Sendungen am Ende der gesamten Show auf DVD für den Unterricht an Hauptschulen zu erwerben geben.

Der ORF gestattet uns exklusiv, das Drehbuch ohne die Anmoderationen HIER für unsere Leser zugänglich zu machen. Und wir dürfen auch das Ende der Show, wie man neudeutsch sagt, spoilern.

+++SPOILER+++

Die letzten Ziffern die in ferner Zukunft, vermutlich zu Zeiten unserer Urenkel, vorgelesen werden, sind 5348955897. Aber verraten sie es bloß nicht. Das wäre, als würden sie verraten, dass der Clou bei dem Film „The sixth sense“ ist, dass der Junge Tote sehen kann und der Psychiater, also die Rolle von Bruce Willis, auch tot ist. Also bitte, behalten sie die Ziffern für sich.

+++SPOILER ENDE+++

Die britische BBC ist schon heute von dem Konzept der österreichischen Show so begeistert, dass sie eine britische Adaption planen. Die Rechte an einer Veröffentlichung werden in diesen Tagen verhandelt. Zwar freute sich bereits der Koch Jamie Oliver auf eine Pie-Show, „aber wir sagten ihm klipp und klar, dass es um Mathematik und nicht um Kuchen gehe“, so der britische BBC-Chef James Cameron auf Panama.

Foto: pixabay.com (CC)

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