Die Kandidaten zur Wahl des Bundespräsidenten in Österreich trafen sich zu einer Diskussionsrunde, genannt Elefantenrunde, beim österreichischen TV-Sender Puls 4.

5 Bullen und eine Kuh – Die Elefantenrunde exklusiv

SA-TIERE. Und wieder einmal wurde ein liebgewonnenes TV-Format aus den USA von den heimischen und innovativen TV-Machern dargeboten. Der Fernsehzuseher durfte sich an tollen Fragen berauschen. Aber eine ganz entscheidende trauten sich auch die besten Journalisten der Welt nicht zu stellen. Exklusiv trafen wir die sechs Kandidaten hinter den Kulissen und stellten ihnen die entscheidende aller Fragen. Das lesen Sie sonst nirgendwo.

„Meine Dame und Herren, lassen sie uns über den blauen Himmel über Österreich sprechen“, so die investigativ ähnlich wie bei Puls 4 gelagerte Frage.

Alexander van der Bellen: „Wissen sie, der Himmel, so wie ich ihn verstehe, sollte in allen Farben glänzen dürfen. Er sollte sich nicht auf blau reduzieren lassen. Er sollte auch gelb, grün und ja, auch grau sein dürfen – wenn ihm danach ist.

Rudolf Hundstorfer: „Sehr richtig. Der gleichen Meinung bin ich auch.“

Norbert Hofer: „Die Himmelsfarbe, lieber Herr van der Bellen, ist das falsche Thema. Lassen sie mich über ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang sprechen und ich bitte sie, mich bitte ausreden zu lassen. Es geht nämlich in Wahrheit nicht um die Farbe des Himmels, sondern um die Herkunft der Wolken in ihm. Wenn in Österreich heimische warme Luft, oftmals speziell über dem Parlament in Wien, nach oben steigt und sich dort mit der kalten Realität, ich meine, mit der sozialen Kälte, nein, mit der kalten Luft trifft, entstehen hier heimische Wolken, die unsere Werte regengleich überall verteilen. Wenn aber ein Südostwind aufkommt und sich plötzlich Wolken illegal vom griechischen Himmel bis zu uns schieben und schlapp schleppen, dann läuft doch etwas falsch an unserem Himmel. Das kann ich als lupenreiner Demokrat nicht gutheißen.

Rudolf Hundstorfer: „Sehr richtig. Der gleichen Meinung bin ich auch.“

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Andreas Khol: „Unser österreichischer Himmel ist und war schon immer sonnig und auch regnerisch – ganz wie es die Wettertradition seit Jahrhunderten vorgibt und wir sind ja gelebte Tradition. Vor allem die Bauern leben diese Tradition und brauchen sie auch. Einen Himmel, der immer blau ist, den kann keiner gebrauchen.

Rudolf Hundstorfer: „Sehr richtig. Der gleichen Meinung bin ich auch.“

Irmgard Griss: „Man muss zu allererst einmal festhalten, dass das Blau des Himmels eine in der EU eingetragene Marke ist. Somit verletzt der Himmel mit der Verwendung des Himmelblau geltendes EU-Recht und müsste eigentlich zur Verantwortung gezogen werden. Aber wie das zu geschehen hat, ist ein viel zu abgehobenes Thema.

Rudolf Hundstorfer: „Sehr richtig. Der gleichen Meinung bin ich auch.“

Richard Lugner: „Na, wissens was. I sog zwoa vui Schaß, vui gude Sochn, aber solang de Leit wissen, dass mei Lugna-Siti guat is, is mei Auftrog erüllt. Bussi an meine junge und knackige Oide.”

Rudolf Hundstorfer: „Sehr richtig. Der gleichen Meinung bin ich auch.“

Und eine abschließende Frage an alle

„Sind sie für oder gegen ein zu vereinfachendes Instrument bei einer politischen Diskussion wie einem allgemeinen Ja- oder Nein-Schild?“ 4 Daumen nach oben, zwei nach unten – wie man das eben macht, im größten Zirkus vor vielen Zusehern.

Foto: pixabay.com (CC)

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