Wähler-Leasing immer beliebter – dem Geld eine Stimme geben

SA-TIERE. Eine Münchner Marketingagentur dachte sich nach den vergangenen Wahlen eine pfiffige Idee aus, um aus dem immer größer werdenden Pool an Nicht-Wählern Kapital zu schlagen. Die Idee kam so gut an, dass mittlerweile immer mehr Menschen sich anmelden.

Zwei Staaten – zwei ungewöhnliche Ressourcen

Wahlen in Deutschland und Österreich haben seit Jahren eines gemeinsam – sie verzeichnen einen Anstieg an Nicht-Wählern. Menschen, die auf ihr Recht verzichten, jene Menschen zu bestimmen, die offiziell einen Staat regieren. „Warum sollte ich noch wählen gehen, es ändert nichts und die Macht hat ohnehin die Wirtschaft“, so Kanzlerin Merkel, die sich als Nicht-Wählerin hat resignieren lassen.

1.000 Euro für jede Stimme

Die Prozedur ist denkbar einfach. „Man verleiht die eigene Stimme pro Wahl für 1.000 Euro an unser Unternehmen und schickt uns den Wahlzettel mit einer Kopie des Personalausweises und dem unterschriebenen Stimmen-Leasingvertrag zu. Der Aufwand ist denkbar einfach und überschaubar für einen Lohn von 200 Euro“, so der Geschäftsführer der Agentur, Ludwig Ziffer.

„Anstatt meine Stimme zu verschenken, bekomme ich von dem Unternehmen dafür bares Geld direkt auf die Kralle – das sollte sich niemand entgehen lassen“, so die oben angeführte resignierte, ähm, registrierte Nicht-Wählerin.

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Je mehr Wahlen, desto mehr Geld

Aus dem Pool an Stimmen kann sich nun jeder bedienen, der sich einen Vorteil erkaufen möchte. „Wir verleasen pro 1.000 Stimmen. Wir können aus Datenschutzgründen nicht sagen, wie hoch der Preis ist, aber er ist angemessen“, so Ludwig Ziffer. Und je mehr Wahlen in einem Jahr sind, desto mehr können unsere Registrierten verdienen.

„Zurücklehnen und uns für sie abstimmen lassen“

Immer mehr Menschen lassen sich nun als bei der Agentur als Nicht-Wähler registrieren. „Es ist doch auch einfacher für den Otto-Normal-Verbraucher. Er muss sich nicht mehr mit den Wahlprogrammen abgeben, sich über die Aussagen von Politikern den Kopf zerbrechen, sich nicht mehr über ärgern über jeden politischen Krims-Krams – er kann einfach die Verantwortung an uns abgeben und wir gehen finanziell verantwortlich mit seiner Stimme um“, erklärt Ludwig Ziffer.

Foto: pixabay.com (CC)

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