In Zukunft wird es auf Facebook schwieriger werden, ein einfacher Mitläufer zu sein.

Facebook – Obergrenze fürs Like-Verteilen

SA-TIERE. Facebook ist ein Phänomen unserer Zeit. Die soziale Plattform wird von Kindern bis hin zu Greisen benutzt. Die Plattform vernetzt und zeigt offen die Interessen der Nutzer und treibt damit Handel. Allerdings gerät die Plattform in letzter Zeit wegen der Hetze ihrer Mitglieder in Verruf. „Wir sollten nichts gegen das Recht auf freie Rede tun, aber wir können trotzdem eingreifen“, so Mark Sugarhill, Erfinder der Seite.

Bloß Facebook nicht gefährden

Sugarhill, der in Deutschland und Österreich oftmals mit dem Namen seiner Freiburger Vorfahren Zuckerberg geschrieben wird, sieht seine Gelddruckpresse in Gefahr, „wenn man mit dieser Presse auch die Hetze drucken kann“, so der smarte Neo-Vater.

Hexen und erhobene Arme

Ein besorgter Sozialwissenschaftler schreibt in seinem sehr linken Blog auch, dass sich auf Facebook der neue Straßenmob trifft. „Nicht mehr auf dem Asphalt der Straße, sondern auf der Datenautobahn versammelt sich der Mob 2.0, werden digitale Hexen verbrannt und wird der virtuelle rechte Arm reflexartig in die Höhe gerissen“, so der besorgte Sozialwissenschaftler. Ein Indiz für die Mobisierung der Gesellschaft sei das Verteilen von Likes auf Facebook, da man so allem und jedem ohne nachzudenken zustimmen kann – „und das auch noch öffentlich“.

Obergrenze – 10 Likes pro Jahr

Bei Facebook wolle man nicht zu der modernen Hexenjagd Beihilfe leisten, daher werde man nun die Likes eines Users pro Jahr mit einer Obergrenze versehen – 10 Wortbeiträge, 10 Bilder (außer Katzenbilder, sonst würde Chaos ausbrechen) und 10 Seiten – mehr gehe nicht. „Außer natürlich, man bezahlt für das neue Facebook-Abo. Dann ist alles unlimitiert. Das neue Facebook-Abo kostet nur 120 Euro im Jahr, also nur 10 Euro pro Monat, also im Durchschnitt nur 33 Cent am Tag. Ja, mit dem neuen Facebook-Abo können sie so viele Likes verteilen, wie sie wollen. Wer bezahlt, der schafft an“, so Sugarhill.

Schulterklopfer werden minimiert

Der Soziologe ist erleichtert. „Nun muss man erstmals richtig nachdenken, bevor man etwas mag – wie früher eben. Wenn früher ein Mensch auf der Straße lauthals dummes Zeug geschrien hat, war er der Dorftrottel, der Spinner vom Dienst, derjenige, der zurecht noch Jungfrau war, denn vermehren sollte sich dieser Mensch nicht. Hat man ihn damals noch belächelt, so gehen heute viele Menschen zu ihm hin, klopfen ihm auf die Schulter, schreien ‚genau‘ und ‚recht hat er‘. Und diese Schulterklopfer werden mit der Like-Obergrenze von Facebook nun minimiert. Den Schreihälsen werden also die Mitläufer abgegraben“, so der Soziologe.

Rückkopplung

„Ähm, Moment mal, wie ist das, wer genug Geld hat darf weiter hetzen? So ein Scheiß, da ändert sich ja nur dass, dass bald alle ihr Geld in „Mir gefällt Hass“-Aktion von Donald Trumps Firma anlegen. Aber so geht das doch …“, leider musste wir an dieser Stelle das Interview beenden.

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Foto: pixabay.com (CC)

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