Reimund Adlerhorst leistet unglaubliches. Der Rollstuhlathlet tritt an, obwohl seine beiden Beine gebrochen sind.

Trotz kompliziertem Fußbruch – Rollstuhlathlet nimmt an Wettkampf teil

SA-TIERE. Dieser Beinbruch sei ja kein Beinbruch, sagt Rollstuhlathlet Reimund Adlerhorst. Der 45jährige Ausnahmekönner auf zwei großen und zwei kleinen Rädern verletzte sich beim Training für die kommende Rollstuhlfahrer-WM in Lillehammer schwer. Er beißt allerdings die Zähne zusammen und fährt trotz der Verletzung zur WM.

Sportlicher Allrounder – von Vereinsebene bis zur Weltspitze

Reimund Adlerhorst spielt begeistert Basketball, ist einer der schnellsten Rennfahrer, seine Schlagtechnik im Tennis sucht in Österreich ihresgleichen und er sitzt bei alledem im Rollstuhl. In allen drei Sportarten zählt der Oberösterreicher zu besten des Landes, wenn nicht gar der Welt. Er ist Weltmeister, Europameister, Staatsmeister, Oberösterreichischer Meister und Vereinsmeister in Wels.

Der Unfall

Dass er nicht nur sportliches Talent besitzt sondern auch einen sportlichen Willen will der 45jährige nun unter Beweis stellen. Vor wenigen Tagen kollidierte er beim Lauftraining für die 400 Meter mit einem PKW und brach sich dabei beide Beine. „Für den Sport muss man Opfer bringen“, so der Vollblutathlet und ließ sich seine Beine in sitzender Haltung, quasi angewinkelt, eingipsen.

„Eigentlich wäre abzuraten, aber der Wille setzt sich durch“

„Jeden anderen Sportler, egal ob er durchtrainiert wie Fußballer David Alaba oder Skiass Marcel Hirscher wäre, würde ich nach einem doppelten Beinbruch von weiteren Wettkämpfen in naher oder gar unmittelbarer Zukunft abraten. Aber ich habe in die Augen von Reimund geblickt und erkannt, dass er alles schaffen kann – und das bloß mit seinem Willen“, so der behandelnde Arzt.

„Hole in One“ für den Willen

In drei Tagen beginnen im norwegischen Lillehammer die Titelkämpfe im Rollstuhlschach und im Rollstuhlgolf. „Vor allem im Golf rechne ich mir einige Chancen aus. Im Schach könnte mich das Weiß des Gipses vielleicht ablenken – hier muss ich auf jeden Fall noch mit meinem Mentaltrainer arbeiten“, so der tapfere, tapfere Mann.

Sportler des Jahres

Bereits jetzt, noch bevor Alaba mit der Champions League durch ist und auch bevor Hirscher den 5. Gesamtweltcup gewonnen haben wird, steht für viele Sportjournalisten schon fest, wer der kommende Sportler des Jahres in Österreich sein wird. „Ich will auch Vorbild sein, so wie jeder Spitzensportler. Ich hoffe, viele Kinder werden gelähmt wie ich, nur um charakterlich von der Lähmung zu profitieren“, sagt der tapferste Mann Österreichs.

Foto: pixabay.com(CC)

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