Aus Philosophie und Ingenieurwesen wird nun eine neue, gemeinsame Wissenschaft.

Philosophieingenieur als neuer Beruf anerkannt

SA-TIERE. Nachdem vor einem Jahr, also auch kurz vor Weihnachten, der Beruf des Gefühlsmathematikers volle Anerkennung vor dem Bildungsgesetzt erlangte, wurde nun dieselbe Ehre jedem bisher ausgelachten Philosophieingenieur zuteil. Die universitäre Zusammenführung, also die Interdisziplinarität wird ungehemmt fortgeführt.

Studienübergreifend und Artfremdheit

„Interdisziplinarität! Zusammenarbeit über fachliche Grenzen hinweg. Genau das fordern wir! Reißt ein die Grenzen in eurem Geist, reißt ein die Grenzen der Fachbereiche“, skandierten vor wenigen Jahren noch die progressiven Studenten hierzulande. Seitdem hat sich viel getan. Studienübergreifende Lehrinhalte, Dozenten aus vormals artfremden Orchideenfächern, und vor allem vereinende Studienrichtungen schaffen – das war das Ziel der Initiatoren von „Alles passt in deinen/m Kopf“. „Und das haben wir auch erreicht“, freut sich Hartwig von Züchtenberg, eben jene Initiatorin, lächelnd.

Ernstgenommen werden und trotzdem viele (weibliche) Studenten

Und „Alles passt in deinen/m Kopf“ hat mittlerweile mächtig Fahrt aufgenommen. Neben vielen fachübergreifenden Seminaren oder Vorlesungen wurde Ende 2014, wie ja hinlänglich aus den Medien bekannt, das eigene Studienfach Gefühlsmathematiker aus der qualitativen Sozialforschung und der quantitativen Mathematik heraus geboren. „Damals freuten wir uns so sehr. Wir mussten viele Widerstände überwinden, aber am Ende diskutierten wir den Mathematikern ihren Studentenschwund in einer (weiblichen) Kurve aus und den Soziologen zeigten wir, dass eine Studienrichtung, wie zum Beispiel die Mathematik eine ist, auch ernst genommen werden kann“, erinnert sich von Züchtenberg. Man erhalte also das Beste aus zwei Welten – Ernsthaftigkeit und viele Studenten.

Die neuen Philosophieingenieure

Nun sei man erneut stolz darauf, mit dem Studienzweig des Philosophieingenieurs eine komplett neue Richtung in zwei der bedeutendsten Studienfächer der Geschichte gebracht zu haben. „Die einen lernen was es heißt zu denken, die anderen was es heißt nützlich zu sein“, freut sich von Züchtenberg und spricht dabei die studentischen Quereinsteiger aus den ehemaligen Einsam-Studienzweigen Philosophie und Ingenieurwesen an.

Ein neuer Hybride entsteht

„Man stelle sich nur die Möglichkeiten vor. Wir schaffen etwas vollkommen Neues, etwas, das so noch niemals dagewesen ist. Aus zwei unvollständigen Studententypen kreieren wir einen Hybriden, der nicht nur den Sinn des Lebens hinterfragt, sondern auch fragt, wie man diesen nachbauen kann und was er kostet“, schreibt der Chef der Rektorenkonferenz Schmidinger.

Viele neue Kombinationen in Schublade

Mittlerweile liegen weitere Kombinationen im Schrank. „Wir wollen demnächst die Afrikawissenschaften mit BWL im Schwerpunkt Korruptionsforschung kreuzen. Nach der Zusammenführung von Ägyptologie und Arabistik werden wir hier radikal die Genderforschung als Methodik einführen. Einige Kommunikationswissenschaftler baten uns ihren Studienzweig mit der neu geschaffenen Des-Informatik zu vereinen, damit pro Professor eine annehmbare Anzahl an Studenten zustande kommt.

Es wird auch zu Abspaltungen innerhalb einiger Fachbereiche kommen. So entstehen, was auch personelle Konsequenzen haben wird, aus der Koreanologie die Fachbereich Nord und Süd.

Radikalste Änderung in der Medizin

Die radikalste Zusammenführung wird allerdings in der Medizin stattfinden. „Hier gehen wir einen besonderen Ansatz nach. Jeder Medizinstudent wird in jedem Semester aufbauend bis zum Studienabschluss das Fach Kalligraphie, also das Schönschreiben, lernen müssen“, erklärt Schmidinger.

Foto: pixabay.com (CC)

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