Die Wasserwerferindustrie macht ihren Reibach mit den Flüchtlingsströmen.

Wasserwerfer-Lobby zufrieden mit Flüchtlingsstrom

SA-TIERE. Wenn ein Strom die Wasserwerfer speist – so oder so ähnlich könnte man die vergangenen Wochen zusammenfassen. „Wir von der Innung der heimischen Wasserwerfenproduzenten, sind über die Entwicklung der vergangen, finanziell gesehen, sehr glücklich“, sagt Hildegard Bingen, Sprecherin. Der Flüchtlingsstrom, der sich aus Syrien in Richtung Nord- und Zentraleuropa schiebt, dabei aber auch andere Länder durchströmt, lässt die Kassen klingeln.

Der Waterbuster 3000 sei das Prunkstück

„Alle demonstrieren sie – die Flüchtlinge, Demonstranten und Gegendemonstranten – und wenn die Polizei fürchtet, es könnte alles etwas aus dem Ruder laufen, setzen sie unseren beliebten Waterbuster 3000 ein. Früher gab es das reinigende Feuer, das loderte oft Stunden lang. Mit dem Waterbuster 3000 kann man das Feuer in einem Demonstranten oder Asylanten, ach was sage ich, einem, nein, in hunderten, sofort abkühlen“, freut sich Bingen über die Leistungsfähigkeit des Kassenschlagers unter den Wasserwerfern.

Erstes Hoch 1968 gegen Studenten

Seit rund 75 Jahren vertritt die Innung der heimischen Wasserwerferproduzenten die Interessen der heimischen Wasserwerferproduzenten. „Wir haben klein angefangen. Unser erstes Hoch hatten wir im Jahre 1968. Da wurde den verlausten und ungepflegten Studenten gezeigt, was eine wirklich große Gemeinschaftsdusche ist“, grinst Bingen schelmisch. Mittlerweile beliefert man viele Länder. Besonders in Ungarn fände der Waterbuster 3000 reißenden Absatz.

Man profitiere von den Flüchtlingen

Sie wisse, dass es aktuell eigentlich nicht erwünscht sei zu sagen, dass es auch Menschen gebe, die bei uns von den Flüchtlingen profitieren würden. Aber die Produkte der Innung der heimischen Wasserwerferproduzenten würden höchsten Ansprüchen genügen, seien von hoher Qualität – man sei einfach stolz, dass aktuelle die Geschäfte geradezu flutschen würden.

Auch gegen einheimische Demonstranten einsetzbar

„Der Wasserwerfer ist zuverlässig, er ist genau, er funktioniert mit klarem wie mit Jauchenwassen, und er ist nicht rassistisch. Das ist uns wichtig zu erwähnen. Die Wirkung des Hochdruckwasserstrahls ist sowohl bei Flüchtlingen wie auch bei Demonstranten die gleiche“, erklärt Hildegard Bingen.

Mit solchen Wasserwerfern kam im Jahr 1968 in Deutschland der Durchbruch.
Mit solchen Wasserwerfern kam im Jahr 1968 in Deutschland der Durchbruch.

Foto: Wikipedia.org („Day of Anger protestors on water cannon“ von Muhammad. Lizenziert unter CC BY 2.0), Wikipedia.de („German Police“ von Silver Spoon – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0)

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