Die Kirche verklagt alle Seelenverwandte wegen Inzest.

Seelenverwandtschaft – Klage wegen Inzest

SA-TIERE. In Frauenromanen, schnulzigen Filmen und auf Partnerschaftsbörsen ließt man häufig von einer sogenannten Seelenverwandtschaft, die unweigerlich zum Koitus, also zu Sex führt. „Wir können diese Form des Inzest nicht länger hinnehmen“, so Kardinal Schönborn heute in einer Presseaussendung. Die katholische Kirche stellt nun in Österreich millionenfache Inzestklage.

Sex zwischen Verwandten strafbar

„Er liegt über mir. Er liebt mich, ich liebe ihn. Er ist mein Seelenverwandter und dringt sanft aber männlich in mich ein“, so oder so ähnlich heißt es nicht nur in vielen Büchern, sondern auch in Zeugenaussagen, die die Klageschrift der katholischen Kirche enthält. In Österreich wie auch in Deutschland ist allerdings Sex mit einem Verwandten strafbar. „Somit handelt es sich um den Tatbestand des Inzest“, erklärt der Kirchenanwalt Josef Udas.

Verhandlung beginnt in Wien

Vor der Hauptkammer des Zivilstrafgerichtshofes in Wien beginnt in wenigen Tagen das Verfahren. Im Vorfeld hatte die katholische Kirche auf sämtlichen Partnerbörsen jene Profile ausfindig gemacht, die explizit nach Seelenverwandten suchten. Diese Personen werden nun angeklagt. Auch sogenannte Frauenromane, in welchen die Seelenverwandtschaft als Grundvoraussetzung für eine sexuelle Vereinigung darstellen, geraten in das Visier der Jusitz. Besonders Romane wie jene von Deepak Chopra (Seelen Verwandte im Knaur Verlag) stehen am Pranger.

“Sexualverbrechen ähnlich der Pädophilie”

„Inzest ist ein Verbrechen. Wenn jemand Inzest betreibt, kommen dabei sehr wahrscheinlich körperlich oder seelisch verkrüppelte Menschen heraus“, sagt Kardinal Schönborn auf SKWC-Anfrage. Die Seelenverwandtschaft würde vor allem kommende Seelen verunreinigen, so der Kirchenmann weiter.

Autoren entschuldigen sich

Der angesprochene Autor Deepak Chopra und die Autorin der Vampirschnulzen „Twilight“, Stephenie Meyer, entschuldigten sich bereits öffentlich über ihre jeweiligen Facebook-Accounts. „Mir war nicht bewusst, dass ich hier Inzest fördere. Ich bitte um Entschuldigung. Ich habe bei dem Begriff einfach nicht nachgedacht. Ich habe ihn hergenommen, weil jeder ihn verwendet“, so Meyer via Facebook. Die Autorin steht in den USA zusätzlich in der Kritik, da ihre Bücher Sex mit Toten (Nekrophilie) und Sex mit Tieren (Wölfen, Zoophilie) verherrlichen.

Ein Urteil wird nicht vor Mitte 2016 erwartet.

Foto:CC0 Public Domain

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