Das Buch über den Innenarchitekten Adolf Hilter wurde überraschenderweise ein Flop.

Erstmals Hitlerbuch kein Erfolg in Deutschland

SA-TIERE. Ob das Nachrichtenmagazin Spiegel, das Satiremagazin Titanic oder ZDFs Guido Knopp – alle zeigten beeindruckend, dass ein Hitler immer gut fürs Geschäft ist. Es gab Hitlers Helfer, Hitlers Uhr oder die Beauty-Tipps von Hitler – nun wollte ein findiger Autor mit „Hitler – der Innenarchitekt“ ebenfalls seinen Reibach machen. Er scheiterte.

Mein Kampf … für eine höhere Auflage

Den literarisch-monetären Siegeszug von Hitlerliteratur läutete bekanntlich „Mein Kampf“ ein. Nach dem 2. Weltkrieg merkten deutsche Verlage schnell, dass man im deutschsprachigen Raum gerne und viel über Hitler liest. „Redaktionsintern ist Adi sogar unser Maskottchen. Eine handwerklich begabte Redakteurin hat sogar eine Hitlerpuppe geschnitzt. Die steht immer neben unseren Ideen-Board – sollte uns sonst nichts einfallen“, so Spiegelchefredakteur Klaus Brinkbäumer. Sowohl die Spiegel- wie auch die Titanic-Ausgaben mit Hitler verzeichnen immer ein 25 %iges Absatzplus.

Ein, zwei, drei Hitler

Umso verwunderlicher ist nun die Tatsache, dass der als „Guido Knopp der Innenarchitekten“ bekannte Schriftsteller Heinrich Hossmann mit seinem neuen programmierten Kassenschlager „Hitler – der Innenarchitekt“ eben keinen Erfolg hat – zumindest, wenn man die allgemeine Hitler-Skala anwendet. Zur Erklärung – ein Hitler sind 250.000 verkaufte Bücher, zwei Hitler sind 500.000 verkaufte Bücher, drei Hitler sind 750.000 verkaufte Bücher und so weiter und sofort. „Hitler – der Innenarchitekt“ kratzt aktuell an der ein-Hitler-Grenze.

Erfolgreichstes Innenarchitektenbuch

Trotz des Misserfolges bei der breiten Masse der Hitler-Fans muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass „Hitler – der Innenarchitekt“ 14mal mehr verkauft wurde als der bisherige Innenarchitektur-Bestseller „Stalinorgel – ein Muss für jede Kirche“. Inhaltlich beschäftig sich das Buch mit dem klassischen Baustil des Neonazizismus. „Der Neonazizismus schwelgt nicht. Er bietet Einfaches, noch einfacher verpackt. Aus Ländern, welche nicht in Europa beheimatet sind, wird nichts verwendet. Innen sollte es schön sein, über das, wie es außerhalb aussah, macht sich der begabte Innenarchitekt keine Gedanken“, beschreibt Hossmann in seinem Buch die Weiterentwicklung des von Hitler eingeführten Innenarchitekturstils, des Nazizismus, hin zum Neonazizismus.

Keine Spiegel-Rezension

Einen Grund für den Misserfolg verortet der Autor in einem exklusiven SKWC-Interview an der mangelnden Unterstützung durch die Massenmedien. „Der Spiegel will nichts über das Buch schreiben, die Bild hetzt nicht gegen Innenarchitekten, ja selbst die Frankfurter Allgemeine, ansonsten ein zuverlässiger Tipp für alle, die Hitler ebenso hassen wie lieben, schreibt kein Wort. Das grenzt an Zensur und ich kann diese Nazi-Methoden einfach nicht gutheißen“, so die starken Worten des Hossmann. Sein Nazi-el sei es, es mindesten auf drei Hitler gebracht zu haben.

Der Zentralrat der Juden hat bereits eine Klage vor dem Verfassungsgerichtshof angestrengt, um die Innenarchitekten in Deutschland verbieten zu lassen.

Fotos: CC0 Public Domain, www.birminghammail.co.uk, Spiegel.de, ZDF, Titanic,

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