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Gut gegen Armut – Statt Verbot kommt Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

SA-TIERE. Aktuell heißt es in der medialen Berichterstattung, dass Salzburg die härteste Stadt Österreichs sei – zumindest in ihrem Umgang mit Bettlern. Vor kurzem Beschloss die Stadt, das Recht auf Betteln in den touristisch erschlossenen Teil der Mozart-Stadt zu verbieten. „Das hat aber nichts mit Touristen zu tun, auch nicht damit, dass wir uns schämen, wenn wir soviel Armut sehen – wir forcieren damit eine neue Strategie in der Armutsbekämpfung. Diese soll als Jobmotor genutzt werden, daher verbieten wir das Betteln, holen aber dennoch immer neue Bettler in unsere Stadt“, so Bürgermeister Heinz-Christian Schaden, würdiger Träger des portugisischen Ordens für Verdienste.

Jobmotor Bettler bringen 3.000 Arbeitsplätze

„Wir ziehen Bettler aus jenen Städten ab, in denen Betteln in den Innenstädten und Fußgängerzonen total verboten ist – das sind München, Bad Reichenhall und das grenznahe Freilassing. Diese, wir schätzen um die 1.000, neuen Bettler verteilen wir dann über die ganze Stadt und lassen das geltende Bettelverbot dann von vermehrt eingestellten Ordnungskräften überwachen, ermahnen und wegschafften. Somit entstehen allein in Salzburg rund 3.000 neue Arbeitsplätze. Und wir wollen das Modell mit Hilfe von Landeshauptmann Willi Haslauer in anderen Städten etablieren“, so HC Schaden.

Die Neos rechnen anders

„1.000 neue Bettler sind zu viel. Eine Stadt wie Salzburg mit ihren rund 150.000 Einwohnern, kann sich nach unseren Zahlen immerhin 70 Notschlafstellen für Bettler leisten“, so Neos-Gemeinderat und Medizin Sebastian Huber. Somit müssten rund 2.142 Stadt-Salzburger einen Bettler ernähren. Das wäre natürlich unzumutbar. „Unsere Quote von 50.000 armen Salzburger gegenüber einem wohlhabenden Bettler wäre ausreichend. Somit müsste die Stadt nur drei Bettler ertragen“, so FPÖ-Gemeinderat Andreas Reindl. Und die FPÖ-Quote hätte einen großen Vorteil – durchschnittlich gibt jeder Salzburger fünf Euro im Jahr an einen Bettler. Somit käme jeder der drei Bettler auf ein Jahressalär von immerhin 250.000 Euro. Als die ÖVP diese Zahl sah, schenkte sie auf die Linie der FPÖ ein. Grund: „Eine so reiche Klientel spiegelt unsere Stammwählerschaft wieder“, so ein ÖVP-Sprecher.

Grüne öffnen eigene Wohnungen, und machen sie gleich wieder zu

Als Reaktion auf „diesen wirklich dummen und populistischen Plan“ (zit. Sprecher Grüne) gingen die Grünen in die Offensive. Ihr Salzburger Parteichef sagte, nun müssen alle Grünen in Österreich ihre eigenen Häuser und Wohnungen solidarisch für die Bettler öffnen. Da die meisten Grünen Neolibarele mit einem Gewissen sind, verfügen sie über ein zumeist hohes Einkommen – dementsprechend viel Platz bieten ihre Behausungen. Die Partei in Salzburg geht mit gutem Beispiel voran. Die Mitglieder beziehen die Bettler- und Asylanten-Zeltstadt und überlassen ihre Wohnungen den Bettlern und Asylanten.

Leider konnte der Grüne Plan doch nicht umgesetzt werden. „Der Arbeitsweg wäre für die Bettler viel zu lang – besonders aus den Villenvierteln. Und da die Zeltstadt genau im Stadtzentrum liegt, dürfen wir ihnen nicht die beschwerlichen Arbeitsweg aufbürden“, so der Rückruderer der Grünen.

Foto: CC0 Public Domain

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