Sensation: Michael Bay inszeniert Kafka bei Salzburger Festspielen

SA-TIERE. Das schlug ein wie eine Bombe aus seinen Filmen – heute bestätigte die Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler die Verpflichtung des Hollywood-Ausnahme-Regisseurs. „Er wird für uns ‘Die Verwandlung’ von Franz Kafka im großen Saal der Festspiele inszenieren“, so Rabl-Stadler. Durch seine Erfahrung mit Filmen, wo es fast ausschließlich um Transformationen gegangen sei, so Rabl-Stadler, sei er der beste Kandidat für das Projekt.

„Wollen eine neue Generation für die Festspiele begeistern“

Die Salzburger Festspiele sind für höchste kulturelle Ansprüche weltweit bekannt. Viele Touristen kommen nur der Festspiele wegen in die Stadt an der Salzach, der Geburtsstätte von Mozart und The Sound of Music. Der Reibach stimmte – zumindest bis vor wenigen Jahren erste leichte Einbußen in den Sponsoringeinnahmen bemerkbar wurden. „Dieser Entwicklung wollen wir nun mit der Ansprache einer neuen Generation von Festspielbesuchern entgegenwirken“, betont Helga Rabl-Stadler.

Bay verspricht „nur sanfte Änderungen des Originals“

Michael Bay, Regisseur solch erfolgreicher Arthaus-Filme wie Armageddon, Pearl Habor, Texas Chainsaw Massacre und der Transformers-Quadrologie, wurde vor allem wegen seiner Arbeit an den Transformers-Filmen engagiert. „Transformieren bedeutet ja verwandeln. Somit können die Salzburger Festspiele voll an seiner Erfahrung partizipieren“, so die Festspielchefin. Der Regisseur selbst sagte bei der Pressekonferenz, er werde einige kleine Änderungen am Original von Kafka machen. So werde aus Gregor Samsa, der im Buch ein reisender Tuchhändler ist und sich in einen Käfer verwandelt und schrecklich darunter leide, ein junger Schüler, der sich mit viel Waffengewalt durch zahllose Explosionen hindurch in einen reifen, Erwachsenen verwandele. „Den Tod des Gregor Samsa werde ich nicht thematisieren, das und auch sein Zerwürfnis werde ich in einem zweiten und in einem Drittel Teil angehen“, so Bay.

Kostenpunkt: 350 Millionen Dollar

Etwas verwundert starrte Helga Rabl-Stadler nach der Aussage von Michael Bay bei der Pressekonferenz zu ihm. „Das habe ich nicht erwartet“, war ihr erster Kommentar. Die Spezialeffekte der Aufführung wird die Effektschmiede realisieren, die mit Bay ebenfalls schon die Transformersfilme angefertigt hat. „Ich habe für die Inszenierung ein Budget von lediglich 350 Millionen Dollar eingeplant. Aus meiner Erfahrung heraus, werden die Festspiele dabei locker das Doppelte mit ‘Transformers“, ähm, mit ‘Die Verwandlung’ wieder herein spielen“, so Bay abschließend. Selten sah man Helga Rabl-Stadler so blass.

Foto: „Michael Bay“ von Simon Davison, CC0 Public Domain

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