Girls Day – Ein Plan, Kantinen, Frisöre und Boutiquen attraktiv für Mädchen machen

SA-TIERE. In den vergangenen Jahrzehnten drängten Mädchen und Frauen immer mehr in jene Berufe hinein, die vormals als reine Männerdomänen bezeichnet wurden. Daran einen großen Anteil trägt der beliebte Girls Day, an welchem Mädchen in viele Berufe hineinschnuppern können. Nach Beschwerden vieler Arbeitgeber und deren Verbänden, man würde ihnen den potentiellen Nachwuchs auf diese Art wegnehmen, regierten die Verantwortlichen des Girls Day und schufen einen Boys Day.

„Brauchen den Nachwuchs“

„Wir benötigen dringend Nachwuchs in den Wirtschaftszweigen Kantine, Frisöre und im Boutiquenverkauf“, sagt Verbandssprecher Heinrich Mitterlehner. Durch die große Nachfrage und das aktuell geringe Angebot an Bewerbern sei man auch dazu bereit, bereits für Lehrlinge deutlich höhere Löhne zu bezahlen. Bei einem höheren Gehalt wären die Berufe wieder attraktiver und ebenfalls mit einem höheren gesellschaftlichen Ansehen verbunden.

Der Boys Day als Alternative

Die Verantwortlichen hinter dem Girls Day planen nun eine Offensive in Richtung Emanzipation für Jungs. „Früher haben wir die Mädchen in die Jungsberuf eingeführt, nun machen wir es mit dem Boys Day umgekehrt“, so Henriette Mitterlehner, designierte Organisatorin des Boys Day. Man habe zusätzlich erkannt, dass bei ehemaligen Männerdomänen wie zum Beispiel dem Journalismus nach der Eroberung durch Frauen das Lohnniveau drastisch sank. Nun wolle man laut Mitterlehner das Lohnniveau in Kantinen, Frisörläden und Boutiquen durch den vermehrten Einsatz von männlichen Lehrlingen wieder anheben.

Moderner 5-Jahres-Plan

Da die höheren Löhne die Berufe wieder attraktiver machen würden, werde sich in 3 – 5 Jahren wieder der Girls Day um diese Sparten kümmern und Mädchen in diese Segmente zurückholen, „denn auch sie haben einen Job mit hohem Lohn und guter Reputation verdient“, so Mitterlehner. Man erkenne, so Mitterlehner weiter, wohin die Reise gehen solle. Etwa alle fünf Jahre werde die Sparte gewechselt, würde durch Jungs das Lohnniveau wieder angehoben um dann wieder für Mädchen attraktivere Jobs zu schaffen.

Widerstand in sozialen Medien

„Das soll wohl ein Scherz sein?“, fragt eine angehende Journalistin auf ihrem Facebookprofil, „Nun habe ich mich extra zur Journalistin ausbilden lassen, weil ich wenigsten ansatzweise viel Geld verdienen wollte, und nun bekommen die Jungs fürs Arbeiten als Kantinenausschank mehr als ich? Ungerecht!“ Eine Ärztin schreibt in einem Leserbrief an SKWC, „das Gehalt von Ärzten hat sich in den vergangen Jahrzehnten drastisch verringert. Verdiente ein durchschnittlicher Arzt vor rund 15 Jahren noch umgerechnet 8.600 Euro, sind es heute nur noch 6.500 Euro netto pro Monat. In diesem Zeitraum wurden auch mehr Ärztinnen eingestellt. Ich sehe da einen Zusammenhang.“

Foto: CC0 Public Domain

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