ORF verlegt Firmenstandort nach Island

SA-TIERE. Alexander Wrabetz, Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Österreich (ORF), hat es satt. Der ORF darf auf dem österreichischen Medienmarkt laut Aufsichtsbehörde keine anderen Medienunternehmen kaufen oder sich dort auch nur einkaufen. Da Nicht-EU-Unternehmen nicht diesen Auflagen unterliegen, hat Österreichs bester Medienmanager beschlossen, den Sitz vom Wiener Küniglberg auf den isländischen Hvannadalshnúkur zu verlegen.

Nach Flimmit der Umzug

Nachdem der ORF versuchte, sich beim KMU Flimmit, einem österreichischen Video-On-Demand-Anbieter einzukaufen, schrillten in den Behörden Österreichs und wohl auch in den Büros der EU-Wettbewerbshüter die Alarmglocken. „Zuviel Macht wäre dann auf einen Konzern konzentriert“, begründete das österreichische Kartellamt die Absage in Richtung ORF.

„Schei$§%, alle dürfen, nur wir nicht“

Alexander Wabretz – Visionär, getrennt Lebender und SPÖ-Mitglied – verstand die Welt nicht mehr. „Wenn Google, Netflix oder Apple so etwas machen, dürfen sie das nicht nur, sie werden dafür sogar gelobt, weil sie in kleine, aufstrebende Firmen investieren. Und wenn wir vom ORF das machen, dürfen wir das nicht, weil zuviel Macht konzentriert ist? Daraus ziehen wir nun die logischen Konsequenzen“, so Wrabetz.

Neue Heimat wird der Hvannadalshnúkur

Der ORF hat bereits mehrere Grundstücke in dem Nicht-EU-Land Island geprüft. „Wir wollten nach dem Küniglberg auf jeden Fall unsere Zentrale wieder auf einen Berg verlegen. Ein großer Vorteil am Hvannadalshnúkur ist auch, dort können auch alpine Skirennen stattfinden, und wir müssen kaum noch Geld für die Logistik einer Live-Übertragung in die Hand nehmen“, freut sich der ehemalige Freund von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

ORF 4 sendet auf Isländisch

Der Umzug soll noch im heurigen Jahr über die Bühne gehen. Eine Namensänderung kommt für Wrabetz nicht in Betracht. „Wir senden zwar nicht mehr aus Österreich, dafür aber weiterhin für Österreich. Und wir planen den neuen ORF 4 rein in Isländisch zu senden, das sind wieder ein paar Werbemillionen für unser Sparschweinderl“, kichert Wrabetz.

Foto: Ævar Arnfjörð Bjarmason, kundendienst.orf.at

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