Dokument: Anleitung zum Krawallmachen in Frankfurt aufgetaucht

SA-TIERE. Eine detaillierte Anleitung zum Krawallmachen ist nun im Rahmen der Proteste gegen die EZB (Europäische Zentralbank) in Frankfurt aufgetaucht. Ein Journalist interviewte einen Polizisten, der einen Randalierer abführte. Nach dem Interview sagte der Polizist inoffiziell, er habe eine Liste mit Krawallmachtipps beim Randalierer gefunden. Das Logo auf dem Papier schockte den Journalisten.

„Wenn jemand gegen dich demonstriert, diskreditiere ihn“

Kurze Zeit später war das abfotographierte Dokument bereits im Netz. Hier zu lesen war eine Anleitung, wie man während einer friedlichen Demonstration gegen die eigene Firma die Demonstranten verunglimpft und die Bevölkerung gegen diese aufbringt. Gerichtet ist das Dokument an gekaufte Demonstranten. „Vermummt euch, denn so entsteht die Entmenschlichung der Demonstranten. Werft Steine, denn diese Waffe fürchten alle, denn es gibt sie überall und kann jeden treffen. Geht gezielt gegen die Polizei, und nicht gegen die Firma vor, denn die Polizei ist Freund und Helfer, und Freunde und Helfer soll man nicht angreifen“, heißt es in dem Dokument.

Kindergärten schließen gut, EZB-Feier absagen schlecht

Und weiter heißt es, „Die Firma wird dafür sorgen, dass permanent Sirenen zu hören sind, das stört und macht Angst. Ebenfalls sorgt die Firma dafür, dass vor allem Kindergärten und Schulen geschlossen werden, das schürt die Angst noch mehr, als wenn irgendetwas anderes geschlossen werden muss. Wichtig wird sein, sich vermehrt vor den Kameras der TV-Teams und Fotojournalisten gewalttätig zu zeigen, denn diese bringen gerne Bilder, die für sich stehen, ohne einen Erklärung also.“ Das Dokument trägt unverkennbar das Logo der EZB.

Politiker müssen gegen Gewalt sein

Das Beste sei, so im Dokument weiter, wenn sich Politiker der Arbeiterbewegung (bestenfalls SPD), gegen die Gewalt aussprechen würden. Diese würden dies ohne großes Zutun unsererseits ohnehin gerne machen, denn sich von Gewalt zu distanzieren ist immer leicht und wird gerne gehört. Selbst wenn die Verantwortlichen der Demonstration nun sagen würden, die Randalierer seinen nicht Teil ihrer Bewegung, so glaubt ihnen dies niemand mehr.

Phrasendrescher und Demonstrantenschlagen

Ganz wichtig sei es, dass die Polizei Phrasen wie „Die Stimmung der Demonstranten sei wie erwartet aggressiv“ drischt. Wichtig dabei ist die Formulierung „wie erwartet“, denn man dürfe niemals von friedlichen, immer von aggressiven Demonstranten ausgehen. Vor allem könne man als Polizei gegen erwartete Gewalt mit Gewalt reagieren, gegen unerwartete müsse man sich eventuell zurückziehen.

Dank an Medien und Randalierer

Wie zu erwarten hat die Taktik der EZB geklappt. Die mediale Berichterstattung konzentriert sich voll auf das Chaos und die Randalierer, und fast gar nicht auf die Anliegen der anderen, rund 99 Prozent, der Demonstranten. EZB-Chef Mario Draghi sagte auf Anfrage einiger Medien, man sei mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden. „Wir hatten unsere Feier, bekamen viel Öffentlichkeit und konnten unseren geladenen, oft und schnell gelangweilten Gästen, ein großes Spektakel bieten, dass dem Circus Maximums in Rom alle Ehre gemacht hätte“, grinst Draghi schelmisch. Sein Dank gelte aber vor allem den deutschen Medien, ohne deren wohlwollende und investigaivfeindliche Berichterstattung all dies nicht möglich gewesen wäre, und den vielen freiwilligen Helfern, die für ihren Einsatz für die EZB bei den Demos oft Leib und Leben riskieren würden.

Foto: wikipedia.de

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