Dunkelziffer: Helene Fischer hat weitere Menschen beleidigt

SA-TIERE. Nachdem eine burgenländischer Behinderter Helene Fischer wegen Beleidigung auf sehr viel Geld verklagt hat, hat die Liga der Nicht-Behinderten nun ebenfalls Anklage gegen die Schlagersängerin erhoben. „Wir wurden durch ihren Gesang ständig in unserem Musikgeschmack beleidigt, daher die Klage“, begründet ein Sprecher.

Beleidigung von Behinderten schlimmer als von Nicht-Behinderten

Die Klage des an der Nervenkrankheit ALS leidenden Manns stützt sich auf „uns aus dem Weg gehen“ und „über uns leise aber hämisch gelacht“. Das dies laut dem BStGb, dem Burgenländischen Strafgesetzbuch, den Tatbestand der Beleidigung erfüllt, wusste Helene Fischer auf Nachfrage nicht. Sie meinte im Vorfeld des Prozesses, dass sie nun nie wieder jemandem aus dem Weg gehen würde und sich ein Lachen, welches auch immer, stets verkneifen würde. Laut dem BstGb ist die Beleidigung von Behinderten schlimmer als von Normalen. „Wir mussten diese Entscheidung und auch diesen Wortlaut für das Gesetz verwenden, denn sonst könnten man diesen Unterschied ja nicht erklären“, so ein Gerichtssprecher.

Nicht-Behinderte wehren sich gegen Diskriminierung

Dass die Beleidigung von Nicht-Behinderten weniger schlimm sein soll lässt die Liga der Nicht-Behinderten Menschen in Österreich mit ihren 6,4 Millionen Mitgliedern in Österreich nicht auf sich sitzen. „Nur weil jemand ein Nervenleiden hat oder in einem Rollstuhl sitzt soll man diesen weniger beleidigen dürfen als uns? Wir streben eine Verfassungsklage wegen Diskriminierung von Nicht-Behinderten an. Dabei soll auch endgültig geklärt werden, ob wir weiterhin nicht auf die Behindertentoiletten gehen dürfen, obwohl diese nicht nur konfortabler sind, sondern meistens auch noch hygienischer“, so Rupert Glasmacher, Vorsitzender der Liga.

„Ihre Musik und das absolute Gehör – keine gute Kombination“

Torben Gustav von Elsbach nimmt sich an dem Burgenländer ein Beispiel. Er wurde mit dem absoluten Gehör geboren und stützt seine Klage wiederum auf die Tatsache, dass Helene Fischer ihn und seinesgleichen stets mit ihrer Musik beleidigen würde. Er fordert für alle Menschen mit einem absoluten Gehör 150.000 Euro und für Menschen mit einem normalen Gehör immerhin noch 1.500 Euro Schmerzensgeld. Hinzu kommt noch, dass man Helene Fischer nicht mehr im Radio spielen dürfe, so von Elsbach.

Foto: MDR/ MDR/Marco Prosch

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