Eine griechische Insel für Kai „Bild“ Diekmann

SA-TIERE. Nachdem die neue griechische Regierung herausgefunden hat, warum die Deutschen so gegen ihre Entschuldungspläne sind, bekam heute Kai Diekmann, Chefredakteur der Bildzeitung, eine Insel im griechischen Mittelmeer geschenkt. Zur allgemeinen und auch zur Stammtisch-Überraschung vermeldete die Bild heute, dass die griechischen Pläne sinnvoll seinen und sich Herr Schäuble (Anm.: BRD-Finanzminister) „doch nicht so zieren soll“.

Schäuble bescheuert und griechende Griechen

Anstatt der provokanten und investigativen Überschrift „Wer lügt im Schulden-Poker?“ mit den Bildern von Wolfgang Schäuble und Griechenlands Premier Alexis Tsipras bracht die Bild heute die Überschrift „Schäuble bescheuert? Die Griechen wollen nicht mehr g(k)riechen!“ Kai Diekmann zum Sinneswandel in der Berichterstattung: „Wir haben uns die Zahlen der Griechen nochmals angesehen und befanden, dass sie Recht haben.“ Kurz und bündig – also ein Diekmann.

Stimmungswechsel nicht mit Wohnortwechsel in Verbindung

Nach dieser Aussage war Diekmann für weitere Aussagen nicht mehr zu erreichen. Eine seine vier Vortänzerinnen, ähm, Vorzimmerdamen erklärte dies damit, dass Diekmann aktuell auf seiner Insel im griechischen Mittelmeer verweile um über die Griechenlandkrise nachzudenken. „Die aktuelle Ausrichtung der Bild hat nichts mit dem Inselgeschenk zu tun, denn die bekam er ja erst vor wenigen Tagen“, wird die Vorzimmerdame zitiert. Somit habe der Stimmungswechsel der Zeitung nichts mit dem Wohnortwechsel von Kai Diekmann zu tun.

Kronen Zeitung bekommt keine Insel

Andere potentielle Inselgeschenkbekommer lehnten entweder ihre eigene Insel ab, oder bekamen kein solches Angebot. So berichtet zum Beispiel die Kronen Zeitung unter der Aufsicht von Chefredakteur Christoph Dichand weiterhin darüber, dass die Griechen an allem Schuld haben. Die Kommentareschreiber auf Krone.at danken es ihm und greifen auch weiterhin die griechische Regierung und vor allem deren Finanzminister Yanis Varoufakis verständlicherweise an. „Und wir haben auf die öffentliche Meinung und die österreichische Kanzlerin genauso Einfluss wie Diekmann in Deutschland“, so Dichand.

Foto: CC0 Public Domain

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