Radiosender Ö3 macht mit eigenem TV-Sender dem ORF Konkurrenz

SA-TIERE. Dr. Alexander Wrabetz, Programmdirektor des österreichischen Rundfunks (ORF), schäumt vor Wut. Der hauseigenen Radioprimus Ö3 will nun dem ORF-Fernsehprogramm mit einem eigenen Ö3TV Konkurrenz machen. „Wir versprechen, das bei Ö3 erprobte und beim ORF-TV leicht vernachlässigte Programmschema auf ein erfolgreiches TV-Format zu übertragen“, so Ö3-Moderator Robert Kratky.

Mediaanalyse weist den Weg

„Bei der halbjährlichen Mediaanalyse stellt sich seit Jahren ein klarer Trend heraus. Die ORF-TV Programme leiden unter der privaten Konkurrenz, während die Menschen in Österreich eigentlich nichts anderes tun, als Ö3 zu hören“, so Kratky. Diese Marktüberlegenheit will der Radiosender nun nutzen, um gewinnbringend ins TV-Geschäft einzusteigen.

Windschutzscheibe als Fernseher

Die Marktüberlegenheit des Ö3 führen die Verantwortlichen auf das starke Konsumieren während des Autofahrens zurück. Hier will Ö3 in die Kerbe schlagen und auch technisch den Weg für das großflächige Auto-Fernsehen bereiten. „Man muss sich nur überlegen, wie groß eine Windschutzschiebe ist und wie wenig davon tatsächlich für die Fahrt gebraucht wird. Rund 65 Prozent der Windschutzscheibe nutzt nun unser Projektionssystem Ö3TV“, so ein Techniker von Ö3. Durch die Wölbung der Windschutzscheibe entstehe auch ein toller 3D-Effekt.

Nur Ö3TV, keine Privaten im Auto

Der Staatsrundfunk hat auch keine Probleme mit der Genehmigung, sowohl bei der Sendefrequenz wie auch bei der Verwendung der Windschutzscheibe. „Da der österreichische Staat hinter uns steht, müssen laut einem neuen Gesetz beim Autofenster im Grunde nur zwei Sehschlitze auf Augenhöhe des Fahrers frei bleiben – den Rest dürfen wir, und nur wir nutzen. Private Radio- oder TV-Sender bekommen dafür keine Genehmigung“, so Kratky. Grund für dieses Ungleichgewicht – das Ö3TV muss auch Bildungsfernsehen zeigen und auch einmal im Jahr Minuten eine Katastrophenübung übertragen. Erste übertragene Katastrophenübung wird der Songcontest werden.

Foto: CC0 Public Domain/Wikipedia (Montage)

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