Karl Lagerfeld: „Will endlich ein Designerbaby“

SA-TIERE. Karl Lagerfeld, Modedesigner und Maßschneider, will nun selbst etwas Maßgefertigtes – und zwar ein Baby. „Als berühmtester und bester Designer im Weltall steht mir doch wohl ein Designerbaby zu“, argumentiert der Modezar gekonnt. Er hat bereits sehr genaue Designwünsche, welche Eigenschaften und welches Aussehen das Kind haben soll.

Es wird ein/e Mann-Frau

Designerbabies werden eigentlich dazu gezüchtet, um etwaigen Geschwistern mit ihrem Genmaterial gegen eine bestimmte Krankheit zu helfen. „Aber mein Baby wird noch viel mehr können und vor allem alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft haben“, so Lagerfeld. Es wird ein/e Mann-Frau. Der Mensch wird die primären Geschlechtsmerkmale eines Mannes haben und die sekundären einer Frau. Männer seien einfach forscher, weibliche Brüste in Kombination mit langen Haaren und einem süßen Gesicht hätten es laut Lagerfeld leichter im Leben. Eine Kombination aus beidem werde sicher unschlagbar. Es soll auch einen leichten asiatischen Einschlag bekommen, da Lagerfeld dies sehr niedlich findet.

Mehr Rippen, damit der Magen nicht zu fett aussieht

Besonders sportlich soll dieses Mann-Frau-Baby werden, die Intelligenz werde allerdings nicht besonders gentechnisch verändert. Ein weiterer Eingriff in die Babygene werde das Essverhalten des Kindes beeinflussen, so Lagerfeld. „Es soll sich bereits beim Anblick eines fettigen Essens übergeben müssen. Leichte genetische Veränderungen in den Augen sollen dieses Erblicken aber von vornherein ausschließen. Weiters werden weitere Rippen dem Skeletsystem hinzugefügt, damit, sollte das Kind je mehr als einen Zwieback am Tag essen, der Magen keine Chance hat, das Kind fett aussehen zu lassen.

„Das Kind soll echte Maßarbeit werden“, so Lagerfeld, „denn es wird selbstverständlich nur Kleidung tragen, die ich ihm auf den Leib schneidere – und ich mache keine Mode für Fette“.

Foto: CC0 Public Domain

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One thought on “Karl Lagerfeld: „Will endlich ein Designerbaby“

  1. So sehr mich der Artikel zum Schmunzeln gebracht hat (gut geschrieben!) – das Thema an sich geht mir immer wieder sehr an die Nieren. Der “Traum von dem perfekten Kind” führt dazu, dass Kinder mit Behinderung bis zum Beginn der Geburt abgetrieben werden dürfen. NUR weil sie eine Behinderung haben. Die so genannte “eugenische Indikation” für Abtreibungen widerspricht sogar den UN-Behindertenrechtskonventionen und trotzdem ist es gelebte Rechtspraxis in Österreich!

    Aber es tut sich was – seit letzter Woche gibt es ENDLICH eine politische Diskussion darüber – sogar aus sehr unerwarteter Ecke: https://theolunke.wordpress.com/2015/02/10/trendwende-bei-spatabtreibungen/

    Lieben Gruß (und sorry für das “unsatirische” Thema) …

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