„Angela Merkel hat den Mut, das Bequeme auszusprechen“

SA-TIERE. Nach dem Tod von Alt-Präsident Richard von Weizsäcker, dem das Aussprechen des Unbequemen oftmals attestiert wurde, wurde nun ein Preis vergeben, für den die Preisträgerin prädestiniert ist. Angela Merkel, Deutschlands Bundeskanzlerin, wurde nun mit dem „Convenience Award“ ausgezeichnet. „Wichtig sind eine ambivalente Aktionsebene und die progressiv-synchrone Interpretationskompetenz“, so Merkel in einer ersten Reaktion.

Begründung der Jury

„Angela Merkel schafft es in ihrer unnachahmlichen Art und Weise der politischen Gestaltung, den Menschen in Deutschland das Unangenehme vorzuenthalten und mit bequemlichen Themen in der Öffentlichkeit zu punkten. Wer so mit thematischer Bequemlichkeit auftritt, sich dabei aus allen wichtigen öffentlichen Debatten heraushält und trotzdem als die Person gilt, die alles fest im Griff hat, der hat verstanden, was Bequemlichkeit in seiner reinsten Form bedeutet“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Ihre Verwendung von Fremdwörter, deren Aussagekraft, vor allem in ihrer steten Kombination, gegen Null tendiert, suche laut der Jury ihres Gleichen und sei als Vorbild für Politiker überall zu verstehen.

Parteiübergreifender Zuspruch

Egal ob von der Linkspartei, der SPD, den Grünen, der AfD, den Piraten oder der CSU – quer durch die Parteienlandschaft gratulierte man der Bundeskanzlerin für die Auszeichnung. „Niemand hat diesen Preis mehr verdient als Frau Dr. Merkel“, sagte der Chef der Linkspartei Gregor Gysi. „Frau Merkel ist eine Frau, die nicht mit billiger Polemik den schnellen Zuspruch der Wähler sucht. Sie geht die Sache langfristiger an und dieser unaufgeregte, mutige Weg der Bequemlichkeit ist ohne Zweifel einzigartig in der deutschen Nachkriegsgeschichte“, so CSU-Chef Markus Söder (vorauseilender Gehorsam unsererseits).

„Wichtig sind eine ambivalente Aktionsebene und die progressiv-synchrone Interpretationskompetenz“

„Ich bin, und das sage ich voller innerer Überzeugung und mit voller Unterstützung meiner Partei, korrekt über die Preisvergabe informiert worden. Ohne die Bemühungen aller, wäre es mir unmöglich gewesen, diesen Preis, stellvertretend für alle Deutschen in Empfang zu nehmen. Die Fähigkeit, auf der ambivalenten Aktionsebene ebenso eine Drittgenerationsflexibilität an den Tag zu legen wie auch eine konzentrierte Interpretationskompetenz zu fördern, wird auch die progressiv-synchrone Übergangstendenz der vergangenen Dekaden bestimmen. Und dies sage ich mit voller Überzeugung“, bedankte sich Angela Merkel in ihrer höchst dynamischen und kompetent-fluktuierenden Art für den Preis.

Foto: obs/Adam Opel AG (Leider durfte man die CDU-Bilder nicht für satirische Zwecke verwenden, da ansonsten rechtliche Schritte eingeleitet werden würden)

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