Was den Rentner stört kann er nun beklagen

SA-TIERE. Nachdem ein Wiener Gericht einem Raucher das Rauchen in seiner eigenen Wohnung wegen Belästigung der Nachbarn verboten hat (Bericht Salzburger Nachrichten und Die Presse), kommt nun eine Klagewelle wegen „ähnlicher“ Vergehen auf eben dieses Gericht zu. Vor allem Singles, die sich in ihrer Ruhe und ihrem Schlaf durch Kindergeplärre gestört fühlen, wollen nun vor Gericht ziehen.

Der Vermieter muss klagen

Dabei wurde nicht dem klagenden Mieter, sondern nur dem klagenden Vermieter recht gegeben. Wenn man sich also in Zukunft von etwas aus einer Nachbarwohnung gestört fühlen sollte, „sollte man zum Vermieter gehen und diesen Bitten, gegen den Störenherd zu klagen“, so einer der Richter im Anschluss an das Raucherurteil.

Gegen alles in fremden Wohnungen klagen

Wenn man nun auch gegen das klagen kann, was in fremden Wohnungen zu gewissen Zeiten das eigene Ich stört, kann also auch gegen Kinder, laute und unangebrachte Musik und vieles Mehr geklagt werden. Sogar gegen religiöses Verhalten wie dem lauten Beten kann von nun an geklagt werden. „Das ist doch alles ein großer Witz“, sagen sogar die Grünen, deren Maxime es ja ist, das Leben der anderen durch Kontrolle zu verbessern.

Was den Rentner stört

Mehrere Anwaltskanzleien in Wien, und auch nur dort, stellen sich nun speziell auf die neuen Klagewellen ein. „Wir bereiten uns darauf vor, Eltern zu verklagen, deren Kinder in Stiegenhäusern laut poltern, durch Lachen das Nachmittagswohl der Rentner stören, und durch herumlungern das Wohl der Anrainer in Mitleidenschaft ziehen“, so DDr. Honorius Grund von der Kanzlei Hinternweg.

Klage gegen Gläubige

„Meine Nachbarn sind gläubige Menschen. Ich sage nicht zu welchem Gott oder welchen Göttern sie beten, aber mit ihrer Dummheit, das überhaupt zu machen, stören sie mein Leben so sehr, dass ich beim Gedanken an sie und ihren an Wahn grenzenden Aberglauben ein Magengeschwür bekomme“, sagt ein atheistischer Physikprofessor, der bereits eine Klage in Vorbereitung hat.

Klage gegen Atheisten

Die Nachbarn des Professors bereiten nun ihrerseits eine Klage vor. „Mit seinem Atheismus beleidigt er nicht nur uns, sondern vor allem unseren Gott – und eine Gottesbeleidigung ist doch in einem Land der Religionsfreiheit ein wirkliches Toleranzverbrechen, oder?“, fragt sich Dietmar W., der Nachbar vom Professor.

Foto: CC0 Public Domain

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