Teilnehmer eines Schweigemarsches verweigern Interviews

SA-TIERE. Im salzburgerischen Hallein gingen rund 150 Menschen schweigend gegen Gewalt und Terror auf die Straße. Auch wir waren vor Ort und wollten die genauen Motive und die Lösungen gegen Gewalt und Terror von den schweigend Marschierenden erfahren. Leider blieben alle stumm.

Radiojournalisten verzweifelt

Menschen, die auf Demonstrationen gegen etwas gehen, haben meist auch einen Lösungsansatz gegen das, wogegen sie demonstrieren. Daher wollten unzählige Journalisten endlich das Gegenrezept gegen Gewalt und Terror von den Demonstranten in Hallein (Salzburg) erfahren. Zum Leidwesen, vor allem der Radiojournalisten, blieben die Teilnehmer am Schweigemarsch stur und vor allem still.

Ein Journalist des ORF Salzburg holte einen der Demonstranten für einen Live-Einstieg vor die Kamera. „Wir stehen hier in Hallein beim Schweigemarsch gegen Gewalt und Terror. Ich freue mich, diesen Herrn zu fragen, warum man marschiert und welche Lösung man anbietet?“ Stille.

Die Demonstranten blieben standhaft und schwiegen, selbst als sich einige der Journalisten verzweifelt vor ihnen auf den Boden warfen und um ein Interview baten, das man auch hören könne.

Bibliothekare zeigen sich solidarisch

Die Demonstration erinnerte stark an jene der Bibliothekare aus dem vergangenen Jahr. Damals trafen sich rund 3.000 Bibliothekare aus Deutschland und Österreich und erhoben stumm ihre Stimme für mehr Ruhe an ihren Arbeitsplätzen. Der Verband der deutschsprachigen Bibliothekare zeigte sich heute solidarisch mit den Halleiner Demonstranten und gab keine Stellungnahme ab. Auf der Facebook-Seiten der Demonstranten und der Bibliothekare herrschte einhellig die Meinung, dass alle, die auch schweigen, eine breite Front der Zustimmung signalisieren.

Polizei gegen Blinden- und Taubenmärsche

Andere Bürgerbewegungen wollen nun mit Blindenmärschen und mit Taubenmärschen auf ihre Sachen aufmerksam machen. Die Polizei wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. „Bei Schweigemärschen achten die Demonstranten wenigsten auf den Verkehr. Bei den beiden anderen Formen besteht höchste Gefahr, dass die Demonstranten blindlings und taub in ein Fahrzeug hinein demonstrieren“, so ein Polizeisprecher.

Foto: CC0 Public Domain

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