Unterrichtsministerin „hoat ned gschait überlegt“

SA-TIERE. Österreichs Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek fordert in einer ECHTEN Broschüre die alpenländischen Lehrer dazu auf, das österreichische Deutsch, also den Dialekt, im Unterricht dem „deutschländischen Dialekt“ vorzuziehen. Ernsthaft, kein Witz! Es kommt nun aber zu massiven Verständigungsproblemen und auch die Filmindustrie jubiliert nicht.

Österreichischer Dialekt wurde Unterrichtssprache

Gabriele Heinisch-Hosek, Frauen- und Bildungsminister und eine der größten Förderer des Gender-Neusprech, wünscht sich in einer Broschüre nun eine Rückbesinnung auf die gute alte und ehrwürdige Sprache ihrer VorväterInnen. „Der Dialekt darf nicht nur nicht aussterben, er soll auch in Unterricht gesprochen werden“, rät Heinisch-Hosek.

Mängel in der Broschüre

Die Frau Minister bemängelt in der Broschüre, dass sich zwar die deutsche Sprache stets verändere, aber man die alten Ausdrücke nicht vergessen dürfe. Die Broschüre richtet sich übrigens dezidiert an Unterrichtende, also im Alt-Hoch-Österreichisch, an die Lehrer. Dabei fällt ihr leider nicht auf, dass Unterrichtende Leute sind, die diese Tätigkeit exakt zu diesem Zeitpunkt ausüben. Wenn Unterrichtende die Broschüre lesen, dann unterrichten sie ja nicht, dann sind sie Lesende oder Kopfschüttelnde oder in den Papierkorb Treffende. Unterrichtende ist übrigens auch ein neuer Ausdruck, den es im Dialekt nicht gibt.

Leider wurde Heinisch-Hoseks Idee ernst genommen

Die Lehrer in jeder österreichischen Schule, in jeden Städten, Dörfer, Täler und Bergen haben nun ihren eigenen Dialekt den Schülern beigebracht. Seither wurde die Verständigung in Österreich deutlich schwieriger. „Nämde vostet unsane Gschrappa, wons vo unsan Derfel außigegan. Mia hom de Soch vo dara Ministerin durchedruckt, oba i woas ned, ob des so gschaid woar“, erklärte ein Lehrer aus einem kleinen Tal in Tirol. Selbiges berichten Lehrer aus vielen Teilen Österreichs.

Filmindustrie jubiliert nicht

War es bisher Usus, jeden US-Film einfach mit dem Hochdeutschen zu synchronisieren, muss jeder Film nun in alle deutschen Dialekte übertragen werden. „So kann zum Beispiel ein Film in Deutschland mit den üblichen Sprechern und zum vorgesehenen Zeitpunkt veröffentlicht werden. Für den österreichischen Markt müssen wir nun rund 250 verschiedene Versionen herstellen. So kommen von nun US-Filme und Serien mit vier Jahren Verzögerung in die österreichischen Kinos“, erklärt ein Sprecher des Filmverbandes.

Problem Zentralmatura

Auch im Bereich, für den Heinisch-Hosek zuständig ist, zeichnen sich bereits massive Probleme ab. „Die Zentralmatura ist mit diesem Vorstoß nun Geschichte. Bald werden die Kinder in Österreich vor allem bei der Deutschmatura nicht mehr dieselben Aufgaben mit denselben Wörtern in derselben Grammatik lösen können“, so ein besorgter Sprecher des Bildungsministeriums.

Foto: freepik.com/stockvault

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