Schweinebauern hoffen auf Exporte in Nahen Osten

SA-TIERE. Nachdem die heimische Wirtschaft nicht so richtig in Schwung kommen will, haben Schweinebauern aus Oberösterreich, Bayern und Salzburg mit einer Idee aufhorchen lassen. Sie wollen mit ihren Bio-Produkten einen völlig neuen Markt erobern.

1,6 Milliarden Muslime als potentielle Kunden

Die Schweinebauern im EU-Regio-Raum Salzburg-Berchtesgadener Land haben mit schwindenden Absatzmärkten im Euro-Raum zu kämpfen. „In der EU wird vermehrt Rind- und Putenfleisch verzehrt. Dadurch ist uns in den vergangenen 10 Jahren 35 Prozent des Umsatzes geschwunden“, so Euregion-Chef Johann Hutzinger. Man beauftragte eine Unternehmensberatung und diese kam 5 Jahren und 625 Millionen Euro später zu einem überraschenden Ergebnis – in vielen muslimischen Ländern liegt der Schweinefleischmarkt brach. „Auf der Welt gibt es rund 1,6 Milliarden Muslime. Da entstehen ungeahnte und riesige Absatzmärkte“, so Hutzinger.

Politik freut sich über Eigeninitiative

„Das ist für eine sehr gute Nachricht. Wir werden nun vermehrt in die Produktion investieren und noch mehr Geld in das Marketing in Regionen wie den Nahen Osten oder Indonesien zu stecken“, so Hutzinger. Auch die heimische Politik ist von dem Plan begeistert. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) freut sich über die hohe Eigeninitiative der Schweinebauern. „Bio-Produkte aus der Region sind ohnehin der aktuelle Trend. Da ist es nur logisch, dass auch die Bewohner der muslimischen Länder unsere hohen Produktstandards kennen und schätzen lernen“, so der Salzburger Landeshauptmann.

Beratungsfirma schmunzelt

Die Unternehmensberatungsfirma sagte auf unsere Nachfrage, dass man nur die Tatsache, dass in muslimischen Ländern der Schweinefleischverbrauch sehr gering sei, zur Analyse der Ist-Situation verwendet hatte. „Die Motivation der Menschen vor Ort, jene, warum sie bisher kein Schweinefleisch aßen, war für uns sekundär interessant. Mit dem richtigen Marketing werden die das Schweinefleisch schon essen. Zur Not schreibt man einfach Lammfleisch drauf“, schmunzelt der Vertreter der Firma unverständlicherweise.

Foto: CC0 Public Domain

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