Völlig überraschend – Vetternwirtschaft statt Qualifikation soll bei Salzburg AG zählen

SPÖ-nahe Spitzenkräfte innerhalb des Energieversorgers Salzburg AG sollen sich verpflichtet haben, Parteifreunde zu fördern – und die Intelligenz bewiesen haben, dies auch noch schriftlich festgehalten und unterzeichnet zu haben. Vetternwirtschaft kommt scheinbar mittlerweile in Politik und Wirtschaft so häufig vor, dass die Wissenschaft einen Begriff dafür gefunden hat – Proporz. Bürgermeister, ÖBB-Spitzenfunktionäre und der Vorstand der Salzburg AG zeigen sich entrüstet.

Proporz: Was ist das?

Proporz bezeichnet das Verhältnis der Angehörigen einer Gruppe und der Zahl ihrer Vertreter in einem Entscheidungsgremium. Also die SPÖ-Nahen in der Entscheidungsebene der Salzburg AG, nur so als Beispiel. Laut der Kronen Zeitung soll der unterschriebene Kodex bezeugen, dass man die eigenen SPÖ-Leute bei der Postenverteilung bevorzugen.

Unwissenheit: Proporz – das unbekannte Wesen

Diese Vorgehensweise überraschte eine Vielzahl von Beobachter, da man diesen Proporz als Phänomen noch nie gesehen hat. Dass nur die Qualifikation eines Bewerbers für eine Stelle gelte, habe man bisher überall angenommen. Und nun das – in der Salzburg AG ist man nicht „was man kann“, sondern „wen man kennt“. Die Überraschung ist komplett, denn niemand ist scheinbar schuld daran. “In der Salzburg AG gibt es bis auf das Geld, dass wir jedes Jahr an die Politik ausschütten, keinen Zusammenhang mit eben dieser”, so Leonhard Schitter, Vorstand der Salzburg AG und ehemaliger Sekretär der Landeshauptleute Franz Schausberger und Hans Katschthaler (im Bild oben ganz rechts neben den Politikern).

Stimmen: Niemand ist für den Proporz

Heinz Schaden, Bürgermeister von Salzburg und guter Freund seines Magistratsdirektor Martin Floss, verurteilte „diesen Proporz auf das Schärfste“. Aus den Reihen der Landwirtschaftskammer wurde bekannt, dass man nun „intern genau auf die Roten schauen würde“, sagte Josef Pröll, ehemaliger Referent der niederösterreichischen Landwirtschaftskammer und ÖVP-Minister. ÖBB-Chef Christian Kern, der SPÖ-intern bereits als Nachfolger von Kanzler Werner Faymann gehandelt wird, empörte sich, „wenn wir bei der ÖBB so vorgingen, würden wir bald keine Freunde mehr haben“.

Foto: Salzburg AG

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