Einstellung: Kein Geschichtsunterricht mehr bei Offiziersausbildung

Während der Offiziersausbildung in Österreich passierte vergangene Woche ein tragischer Unfall. Als der Geschichtsoffizier bei seinem Unterricht die Rolle der Armee im Ersten Weltkrieg darstellte, fielen 50 Prozent der Offiziersanwärter in Ohnmacht. Als der Ausbilder zum selben Thema zur Zeiten des Zweiten Weltkrieges kam, fiel der Rest der Anwärter in Ohnmacht. Nun droht der Österreichischen Armee eine Austrittwelle, wie sie zuletzt nur die Kirche während der Pädophilievorwürfe erleben musste.

Erkenntnis: Armeen werden häufig in Kriegen eingesetzt

„Wir mussten feststellen, sollte es je wieder zu einem Krieg mit österreichischer Beteiligung kommen, würde die Armee entweder zum Angriff oder zur Verteidigung herangezogen werden. Und da hier mit Sicherheit Waffen im Spiel sein werden, stellen wir uns diese Einsätze schon ziemlich gefährlich vor“, so Offiziersanwärter Müller. Er und 600 seiner Kollegen haben nun ein Brief an das Verteidigungsministerium geschrieben, in dem sie um ihre Arbeitszeugnisse nach dem Austritt aus dem Militär beten.

Pazifismus: Nicht einmal im Ansatz

Gefragt, ob alle, die nun das Militär verlassen wollen plötzlich Pazifisten seien, sagte Müller: „Nein, nein, wir sind nur Feiglinge. Haben sie mal gesehen, was Waffen anrichten können. Da wäre erstmal das Messer, das nicht nur zur Brotzeit da ist – das kann ziemlich tief schneiden. Und erstrecht die Gewehre. Wenn man die falsch benutzt, kann man jemandem damit ein Auge ausschießen“, erklärt Müller seine Bedenken.

Verteidigungsminister: Werden Ausbildung umstellen

Das Militär der Alpenrepublik regierte auf die Austrittswelle. „Wir werden in der Offiziersausbildung den Krieg nun völlig weg lassen. Diese Konsequenz ziehen wir aus der Betrachtung heraus, dass unsere Offiziere Angst vor dem Sterben haben. Anders als in Diktaturen wie den USA freuen sich unsere Soldaten ganz allgemeine nicht sonderlich, für ihr Vaterland zu sterben – zumindest nicht, wenn sie davor gewarnt werden. Daher werden wir sie vor den Einsätzen kaum noch ausbilden. Wir nennen diese Taktik „Ins-kalte-Wasser-schmeißen“-Krieg“, so Verteidigungsminister Gerald Klug. Kritikern dieses neuen Lehrplanes sagte Klug „darüber streiten wir kräftig, auch intern“.

Foto: Bundesheer/Mario Berger

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