Foto: piqs.de

Fleischskandal in Österreich um Koberind

Nachdem in den vergangenen Jahren mehrere Skandale über entweder falsch gekennzeichnetem oder verdorbenem Fleisch die heimischen Verbraucher verunsichert haben, kam es nun erneut zu Verfehlungen. In mehreren Restaurants in Salzburg und im angrenzenden Bayern wurde in Gulaschprodukten nicht wie erwartet heimisches Rindfleisch, sondern Fleisch von Kobe-Rindern gefunden.

Problem: Heimisches Futter wächst überall
Aktuell liegt der Preis für ein Kilo Kobe-Rindfleisch, gezüchtet ausschließlich auf der japanischen Insel Kobe, bei ca. 600 Euro. Heimische, also traditionell regionale Betriebe, können mit diesem Preis nicht mithalten – sie verlangen zwischen 20 und 30 Euro pro Kilo. „Was sollen wir machen“, klagt Adolf Kranbitter vom Verband Salzburger Tierverwerter, „um unsere Mindeststandards zu halten, müssen wir das günstige heimische Futter, dass beinahe gratis auf den Weiden wächst, verwenden.“ Dieses spezielle Futter, Gras genannt, muss zur Futtergabe nicht die Qualitätssteigerung eines langen Transportes in Kauf nehmen.

Warnung: Qualitätsunterschiede führen zu Gesundheitsproblemen

Verbraucherschützer warnen nun vor dem qualitativ hochwertigen Rindfleisch. „Vor allen in Städten könnte das Fleisch schwere gesundheitliche Folgen hervorrufen, da die Bevölkerung dort diese Qualität nicht mehr gewohnt ist. Der Körper stellt sich auf schlechte Qualität ein. Wenn man diese dann auf einen Schlag erhöht, man dem Immunsystem wichtige Antibiotika entzieht, können verheerende Epidemien die Folge sein“, so ein Gesundheitsexperte.

Importverbot: Heimische Züchter umgehen das Verbot

Eigentlich ist der Import von Koberindfleisch in die EU nicht möglich, da es in ganz Japan keinen Schlachthof mit EU-Zulassung gibt, der Koberinder schlachtet. Allerdings haben heimische Züchter dieses Verbot umgangen. Auf einer kleiner Insel im Faakersee, auf der jetzt noch ein Hotel steht, wurden großflächig Gebäude abgerissen und Bäume gerodet. Die Insel wurde zusätzlich in Kobe-Insel umgetauft.

Trick: Hoffnung auf höheren Gewinn

Die Bürgermeister der Orte Faak am See, Egg am Faaker See, Oberaichwald und Türkeiweg haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem privaten Seeeigner die Namensänderung bekannt gegeben. „Wir erhoffen uns davon einen erheblichen Gewinn – nicht nur beim Rinderverkauf, sondern auch beim Tourismus“, sagt Bürgermeister Walter Harnisch (SPÖ) aus Faak am See. Heimische Dönerhersteller haben bereits ihr Interesse an einer großflächigen Kobe-Döner-Einführung bekundet.

Foto: piqs.de

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s